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Aufgaben eines Energieberaters

Dienstag, 23. September 2025
Aufgaben eines Energieberaters

Ein zertifizierter Energieberater unterstützt Sie dabei, Ihre Immobilien nachhaltig und energieeffizient zu gestalten. Durch eine detaillierte Analyse aller Gebäudeteile erhalten Sie individuelle Handlungsempfehlungen, mit denen Sie Energiekosten senken und Fördermittel optimal nutzen können. Ob Sanierung, Neubau, Denkmalschutz oder Gewerbegebäude – erfahrene Energieexperten beraten Sie neutral sowie unabhängig und begleiten Sie bei jedem Schritt.

Was ist ein Energieberater?

Ein Energieeffizienzberater hilft Wohneigentümern dabei, ihre Immobilien nachhaltiger zu gestalten, um dadurch Einsparungen zu ermöglichen. Energieberater sind also zertifizierte Spezialisten für energetisches Bauen und Sanieren. Dabei können sie zum einen für eine Energieberatungsfirma arbeiten, oder aber als selbstständige Berater tätig sein.

Die Energieberater sollen Eigentümern von Wohn- und Gewerbeimmobilien dazu beraten, wie sie Energiekosten bei ihren Immobilien durch eine energieeffizientere Gestaltung einsparen können. Im Zuge dieser Energieberatung geben sie nach einer sorgfältigen Analyse aller Gebäudeteile detaillierte Handlungsempfehlungen für die Umsetzung der Energieeffizienzmaßnahmen. Auch bei Neubauten können die Energieeffizienzberater hinzugezogen werden, um einen möglichst geringen Energieverbrauch zu erreichen.

Die Beratung eines Energieberaters ist immer neutral, unabhängig sowie offen gegenüber allen Technologien und somit nicht an einen Hersteller gebunden. Des Weiteren sollte sich ein zertifizierter Energieberater mit allen aktuellen Förderungsprogrammen und deren Förderkriterien auskennen. Die Expertise von Energieberatern liegt auf Privathäusern, kommunalen, gewerblichen und auch denkmalgeschützten Gebäuden, wobei für letztere ein spezielles Zertifikat benötigt wird.

Das Berufsbild des Energieberaters

Der Beruf bzw. die Berufsbezeichnung des Energieberaters ist aktuell noch kein geschützter Begriff. Um allerdings ein zertifizierter Energieeffizienzberater zu werden und in die Energieeffizienz-Expertenliste aufgenommen zu werden, bedarf es einiger Voraussetzungen. Dazu zählen zum einen eine einschlägige Vorbildung in einem technisch-naturwissenschaftlichen Berufsbild, wie Architekten, Statikern oder Dachhandwerkern und das Absolvieren eines speziellen mehrmonatigen Lehrgangs. Solch ein Lehrgang kann beispielsweise in Form eines Fernstudiums durchgeführt werden. Eine einheitliche Ausbildung für den Beruf gibt es dabei nicht.

Um als zertifizierter Energieberater bei der dena (Deutsche Energie-Agentur) eingetragen zu werden und infolgedessen für KfW- sowie BAFA-Förderungen infrage zu kommen, müssen spezifische Anforderungen erfüllt sein. Dazu gehören die bereits erwähnten Faktoren sowie eine Prüfung durch eine unabhängige Stelle, welche verschiedene Kriterien umfasst. Für die Zertifizierung muss eine erfolgreiche Teilnahme an Schulungen und Seminaren im Bereich der energetischen Sanierung erfolgen sowie Referenzprojekte vorgelegt werden.

Arten von Energieberatern

Ein Energieberater deckt in der Regel nur bestimmte Aufgabenbereiche ab, auf die er sich spezialisiert hat. Daher kann man die Energieberater in verschiedene Arten unterteilen. Zwar sind die meisten Aufgaben bei allen Energieberatern überwiegend die gleichen, dennoch entstehen gerade durch die privaten und gewerblichen Einsatzbereiche kleine Differenzierungen.

Energieberater für Wohngebäude

Diese Energieberater sind auf die energetische Sanierung und Neubauten von Wohngebäuden spezialisiert. Sie führen eine detaillierte Analyse des aktuellen Gebäudezustands durch und erstellen anhand der Daten einen individuellen Maßnahmenplan, um die Energieeffizienz Ihrer Immobilie zu erhöhen.

Energieberater für Nichtwohngebäude

Wie der Name schon sagt, sind diese Energieberater auf die energetische Sanierung von Gebäuden spezialisiert, die keinem Wohnzweck dienen. Zu diesen Gebäuden zählen Bürogebäude, Schulen oder auch Krankenhäuser. Hier führen die Energieexperten ebenfalls eine detaillierte Analyse zum Zustand des Gebäudes durch und geben anhand dieser Verbesserungsempfehlungen.

Energieeffizienzberater im Mittelstand

Diese Energieberater beraten kleine und mittelständische Unternehmen bei der Umsetzung von Energieeffizienzmaßnahmen ihrer Immobilien und Flächen.

Energieberater für Baudenkmäler

Diese Energieberater haben sich auf die Anforderungen zur energetischen Sanierung von Baudenkmälern und Gebäuden mit erhaltenswerter Bausubstanz spezialisiert. Dabei müssen sie bei der Erstellung des Maßnahmenplans auf die besonderen Anforderungen sowie auf das Denkmalschutzgesetz Rücksicht nehmen.

So erkennen Sie einen guten Energieberater

Um einen kompetenten, erfahrenen und für Ihr Projekt passenden Energieberater zu finden, sollten Sie bei der Auswahl auf bestimmte Kriterien achten. Wenn ein Energieberater einige oder alle dieser folgenden Punkte erfüllt, können Sie davon ausgehen, dass es sich um einen qualifizierten Berater handelt.

Zu den Kriterien zählen:

  • Der Energieberater besitzt zum Nachweis seiner fachlichen Kenntnisse eine Zertifizierung, beispielsweise von der Handelskammer.
  • Er ist in der Energieeffizienz-Expertenliste der dena eingetragen.
  • Der Energieberater oder das Energieberatungsunternehmen ist Mitglied in einem Verband wie dem BVGeM.
  • Er wurde durch den Bund als Energieeffizienzexperte zertifiziert.

Wenn Sie sich an diese Kriterien bei der Suche nach einem Energieberater halten, garantiert dies einen reibungslosen Ablauf Ihres Projektes.

Diese Aufgaben übernimmt ein Energieberater für Sie

Die Aufgaben eines Beraters sind vielfältig. Zu den grundlegendsten gehört die energetische Bestandsaufnahme eines Gebäudes oder eines geplanten Hausbaus. Anhand dieser Bestandsaufnahme können dann die passenden Maßnahmen getroffen werden. Zudem nimmt ein Energieberater an sämtlichen Baubesprechungen teil, um über alle Änderungen und Bauphasen informiert zu sein. Er ist Ansprechpartner für die Fragen, welche die energetische Sanierung betreffen. Dazu zählt etwa die allgemeine Beratung zum Thema Sanierung, aber auch zu Fördermöglichkeiten oder Sanierungsfahrplänen. Überdies muss er alle Informationen zu den Bauleistungen festhalten, wie die Phase des Baubeginns oder die Ausführung der Arbeiten.

Die Aufgaben des Beraters im Überblick:

  • Private Eigentümer von Einfamilien- und Zweifamilienhäusern, die ihr Haus energetisch modernisieren lassen wollen
  • Vermieter und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, die große und effiziente Maßnahmen umsetzen wollen
  • Eigentümer gewerblicher Immobilien, die eine Fachplanung für energetische Einzelmaßnahmen benötigen
  • Sanierer und Modernisierer, die Entscheidungen zu verschiedenen Systemen auf Basis zuverlässiger Analysen treffen
  • Alle, die staatliche Förderprogramme wie die BEG EM nutzen wollen

Kosten eines Energieberaters

Die Kosten eines Energieberaters variieren je nach Aufgabe, Umfang und Preisgestaltung des Dienstleisters. Neben der Anzahl der Wohneinheiten kann bei Gewerben auch die Größe der Unternehmensfläche den Preis beeinflussen. Viele der Leistungen einer Energieberatung sind aber durch Fördermaßnahmen des KfW oder BAFA subventioniert. Die Kosten für die Leistungen bei einer Sanierung sowie bei einem Neubau können von ungefähr 5.000 € bis 10.000 € reichen und setzen sich dann aus den verschiedenen Einzelmaßnahmen zusammen.

50 % dieser Kosten können vom Staat gefördert werden. Dazu muss die Rechnung parallel zur Beantragung einer Einzelmaßnahme oder einer Heizungsförderung eingereicht werden.

Die Kosten für eine Energieberatung und Fachplanung können für Wohnobjekte wie folgt aussehen:

➔ 1 bis 2 Wohneinheiten: 1.980 € (abzgl. 50 % Förderung)

➔ 3 bis 9 Wohneinheiten: 3.490 € (abzgl. 50 % Förderung)

➔ 10 bis 19 Wohneinheiten: 4.900 € (abzgl. 50 % Förderung)

➔ 20 bis 29 Wohneinheiten: 5.900 € (abzgl. 50 % Förderung)

➔ 30 bis 49 Wohneinheiten: 6.900 € (abzgl. 50 % Förderung)

➔ 50 bis 100 Wohneinheiten: 8.500 € (abzgl. 50 % Förderung)

Wann ist ein Energieberater sinnvoll?

Sie sollten einen Energieberater zurate ziehen, wenn Sie die Energieeffizienz Ihrer Immobilie verbessern wollen. Dabei ist es egal, ob es sich dabei um private Wohnhäuser, öffentliche Gebäude oder Gewerbeimmobilien handelt. Zudem sollte ein Energieeffizienzberater im Rahmen eines Neubaus und bei der Bewertung einzelner Optimierungsmaßnahmen bei Bestandsgebäuden oder einer Komplettsanierung hinzugezogen werden. Für eine optimale Energieeffizienz sollte der Energieberater bereits in der Planungsphase eines Neubaus oder einer Sanierung integriert sein. Auch bei einem Verkauf oder einer Vermietung sollte dieser engagiert werden, um einen Energieausweis auszustellen. Dies ist unabhängig von Sanierungsmaßnahmen relevant, da unter bestimmten Voraussetzungen auch hier eine Förderung infrage kommen könnte.

Eine kurze Zusammenfassung, warum ein Energieberater bei einer Sanierung so wichtig ist, erhalten Sie in unserem Video „Energieberater!? Geht das nicht auch ohne?“.

Wie läuft eine Energieberatung ab?

Der Ablauf einer professionellen Energieberatung folgt in der Regel einer klaren Struktur, welche sowohl eine fundierte Analyse als auch konkrete Handlungsempfehlungen umfasst. Zu Beginn steht ein unverbindliches Erstgespräch, meist am Telefon. Dabei schildern Sie dem Energieberater kurz Ihr Vorhaben, erläutern die Eckdaten des Sanierungsprojekts und legen Ihre Ziele fest. Dies hilft dem Berater, einzuschätzen, ob und wie er Sie sinnvoll bei Ihrem Vorhaben unterstützen kann.

Im nächsten Schritt erfolgt ein Vor-Ort-Termin, bei welchem sich der Energieberater ein umfassendes Bild vom aktuellen Zustand des Gebäudes macht, und prüft, an welchen Stellen Optimierungen vorgenommen werden können. Dieser Termin vor Ort ist wichtig, da nur so eine zuverlässige Beurteilung des Sanierungsbedarfs möglich ist. Eine Ferndiagnose sollte nicht durchgeführt werden, da diese überwiegend ungenau ist und ein hohes Fehlerpotenzial birgt.

Ein zentrales Thema bei fast allen energetischen Sanierungen ist die Wärmedämmung, insbesondere bei Altbauten. Um Wärmeverluste sichtbar zu machen, kann eine Thermografie-Untersuchung sinnvoll sein. Dabei zeigt eine Wärmebildkamera Schwachstellen wie undichte Fenster oder Wärmebrücken in der Gebäudehülle auf. Diese Analyse liefert schnelle und zuverlässige Erkenntnisse, die als Grundlage für konkrete Sanierungsempfehlungen genutzt werden können. Je nach Bedarf kann der Energieberater Sie auch zu weiteren Maßnahmen beraten. Ob Heizungsmodernisierung, der Austausch von Fenstern oder die Installation einer Photovoltaikanlage – ein zertifizierter Energieeffizienzberater sollte Ihnen auch bei diesen Fragen helfen können. Bei dieser Beratung werden nicht nur technische Aspekte wie Ausrichtung, Dimensionierung oder mögliche Stromspeicher berücksichtigt, sondern auch der wirtschaftliche Gesichtspunkt.

Auf der Basis aller erhobenen Daten erstellt der Berater ein individuell angepasstes Energiekonzept, welches dann mit einem Sanierungsfahrplan endet. Dieser Sanierungsfahrplan zeigt Ihnen, welche Maßnahmen sich besonders lohnen, in welcher Reihenfolge sie umgesetzt werden sollten und wie langfristig Energie sowie Kosten eingespart werden können. Ebenso unterstützt der Energieberater beim Projektmanagement und hilft, geplante Maßnahmen strukturiert und zielgerichtet umzusetzen.

FAQ: Die häufigsten Fragen

Ein unqualifizierter Energieberater kann durch ungeeignete Sanierungsvorschläge oder überhöhte Rechnungen erhebliche Kosten verursachen. Wenn Sie bereits schlechte Erfahrungen gemacht haben oder solche vermeiden möchten, achten Sie bitte auf die oben genannten Kriterien. Sollten Sie negative Erfahrungen mit einem zertifizierten Berater aus der Energieeffizienz-Expertenliste machen, können Sie dies über das Hinweisgebersystem der dena melden.

Diese Frage kommt bei einer Sanierung öfter auf. Die Antwort auf diese Frage ist: Ja. Sie können bei der Sanierung auf einen Energieeffizienzberater verzichten. Dabei sollten Sie aber beachten, dass Sie in diesem Fall sämtliche Kosten selbst tragen müssen oder bestimmte Fördermittel nicht beantragen können. Dazu gehören insbesondere die Fördermaßnahmen der BAFA und die Kredite der KfW, denn diese können nur mit Einbeziehung eines Beraters beantragt werden. Das liegt daran, dass der Energieberater bestimmte und für die Förderung relevante Dokumente ausstellt. So gehen die Behörden wiederum sicher, dass es sich bei diesen Sanierungsmaßnahmen um energetisch sinnvolle Maßnahmen handelt.

Ja, die Kosten für einen Energieeffizienzberater können Sie zur Hälfte von der Steuer absetzen. Zudem können die Kosten sofort und in voller Höhe geltend gemacht werden – eine Abschreibung über mehrere Jahre ist nicht erforderlich. Die einzige Voraussetzung besteht darin, dass die Energieberatung durch einen zertifizierten Energieberater durchgeführt werden muss.

✓ Private Eigentümer von Einfamilien- und Zweifamilienhäusern, die ihr Haus energetisch modernisieren lassen wollen

✓ Vermieter und Eigentümer von Mehrfamilienhäusern, die große und effiziente Maßnahmen umsetzen wollen

✓ Eigentümer gewerblicher Immobilien, die eine Fachplanung für energetische Einzelmaßnahmen benötigen

✓ Sanierer und Modernisierer, die Entscheidungen zu verschiedenen Systemen auf Basis zuverlässiger Analysen treffen

✓ Alle, die staatliche Förderprogramme wie die BEG EM nutzen wollen

Ob die Fördermaßnahmen der BAFA oder ein Förderkredit der KfW infrage kommen, ist abhängig von der Art der Leistung. Der Energieberater kann Ihnen erklären, welche Variante für Ihre Pläne am kosteneffizientesten ist. Geht es nur um die Subvention der Energieberatung selbst, ist diese ausschließlich bei der BAFA möglich, da die Energieberatung bei der KfW an die Sanierungsmaßnahmen gebunden ist.

Wenn Sie eine Förderung nach BAFA oder KfW beantragen wollen, sollten Sie einen qualifizierten Berater hinzuziehen. Engagieren Sie den Berater vor Start des Neubaus oder der Sanierung, denn die Anträge für die Förderung müssen eingereicht und genehmigt werden, bevor Sie die ersten Gewerke beauftragen.

Einen passenden und qualifizierten Energieberater finden Sie dank der 18.000 zugelassenen Berater schnell auf der Energieeffizienz-Expertenliste der dena. Zu den zugelassenen Partnern gehören auch unsere Mitarbeiter für energetische Sanierungen von EE-Experten.

Lohnt sich ein Energieberater?

Ein Energieberater bildet eine wichtige Unterstützung bei der Umsetzung energieeffizienter Maßnahmen. Seine Aufgaben dabei sind vielfältig und umfassen von der Analyse des Gebäudes über die Identifikation von Einsparpotenzialen bis hin zur Überwachung der baulichen Sanierungsmaßnahmen alle wichtigen Aspekte für ein energieeffizientes Haus. Gerade für die Fördermaßnahmen der BAFA und die Kredite der KfW sind die Energieeffizienzberater ein wichtiger Bestandteil des Prozesses.

Die kompetenten und zertifizierten Energieberater von EE-Experten stehen Ihnen bei allen Fragen rund um energieeffizientes Bauen und Sanieren zur Seite. Von Sanierungsfahrplänen über Energieausweise und Heizlastberechnungen nach DIN EN 12831 bis hin zur Effizienzhausplanung: Mit den EE-Experten haben Sie einen professionellen Partner an Ihrer Seite. Sie haben Fragen zur Energieberatung oder zu einem anderen Thema im Bereich der energetischen Sanierungen? Dann zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren. Wir freuen uns über Ihre Nachricht. Unsere Beratungsgespräche sind unverbindlich und kostenlos.

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